Friedrich-Alexander-Universität Erlangen - Studienführer
Studienführer
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Institut für Kunstgeschichte
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Institut für Kunstgeschichte |
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Lage
Das Institut für Kunstgeschichte befindet sich im Ostflügel der Orangerie, die im Schlossgarten der Universität direkt im Stadtzentrum gelegen ist. Das Gebäude kann vom Hauptbahnhof aus in fünf Minuten (ca. 400 m) zu Fuß erreicht werden. Weitere universitäre Einrichtungen, das Kollegienhaus an der Südseite des Schlossgartens und die Universitätsbibliothek gegenüber dem Kollegienhaus, befinden sich in Laufweite.
Fachbereich
Philosophische Fakultät I
Studiengang
Bachelorstudiengang
Der Bachelor of Arts (B.A.) der Kunstgeschichte ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, der nach drei Studienjahren (sechs Semestern) erworben wird. Im modularisierten Zwei-Fach-Bachelorstudiengang ist die Kunstgeschichte entweder als erstes Fach (Hauptfach) oder als zweites Fach (Nebenfach) wählbar. Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester. Die Studierenden beschäftigen sich mit dem Inhalt und der Bedeutung künstlerischer Objekte aller Gattungen (Architektur, Plastik, Malerei, Graphik, Kunstgewerbe, Fotografie, Neue Medien) und aller Epochen vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Darüber hinaus stehen die Kunstschaffenden, die Kunsttheorie und die Rezeptionsgeschichte im Fokus der Lerneinheiten. Das Hauptfach unterscheidet sich vom Nebenfach durch die Abfassung einer Bachelorarbeit. Eine mindestens viertägige Exkursion und ein vier- bis sechswöchiges Praktikum sind nachzuweisen. Außerhalb des Fachstudiums werden weitere, auf Praxiskompetenzen abzielende Studienleistungen erbracht (= Schlüsselqualifikationen).
Während des Studiums besteht die Möglichkeit, an dem ERASMUS-Austausch-Programm mit den Partner-Universitäten Poitiers, Bern, Oviedo, Córdoba, Mailand und Leiden teilzunehmen.
Seit dem Wintersemester 2007/2008, in dem die Ausbildung auf den Bachelor of Arts umgestellt wurde, steht der Magisterstudiengang Kunstgeschichte nicht mehr für Neueinschreibungen offen.
Masterstudiengang
Der Master of Arts (M.A.) der Kunstgeschichte ist ein wissenschaftlich ausgerichteter Studiengang von viersemestriger Dauer, der in der Regel im Wintersemester aufgenommen werden kann und auch als Teilzeitstudiengang angeboten wird. Er gliedert sich in einen verpflichtenden Kernbereich und in die zwei Schwerpunkte „Museumsarbeit“ sowie „Bild- und Medienwissenschaft“, zwischen denen im Sinne einer spezifischen berufsqualifizierenden Orientierung gewählt werden kann.
Kernbereich
Im Kernbereich erwerben die Studierenden vertiefende fachliche Kenntnisse auf dem Gebiet der Geschichte und Analyse der Kunst und der Neuen Medien sowie im Bereich der Quellen, Theorien und Methoden der Kunstgeschichte. Auf Exkursionen ins In- und Ausland werden Schlüsselwerke der Bildenden Kunst in ihrem Kontext diskutiert. Die praxisbezogene Vermittlung künstlerischer Techniken erfolgt in den Werkstätten der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Lerneinheiten zur kunsthistorischen Medienkompetenz und Berufsfeld-Orientierung, zur Kunstkritik und zu aktuellen Forschungsfragen binden die Ausbildung zusätzlich an die Praxis an.
In beiden Schwerpunkten bereitet der Erwerb von Grundlagenkenntnissen der Informatik und von Kompetenzen in den Bereichen der Datenbanken und Multimediasysteme auf die Berufsausübung vor.
Schwerpunkt „Museumsarbeit“
Im Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt „Museumsarbeit“ erhalten die Studierenden berufsorientierte Kenntnisse auf dem Gebiet des Sammlungs- und Ausstellungswesens sowie der Kunstvermittlung. Als exklusiver Kooperationspartner bietet das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg durch Übernahme eines Schwerpunktmoduls Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten eines großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museums. Im Rahmen des durch das Institut vermittelten, vertiefenden Praktikums in einem der namhaften Museen der Region sind die Studierenden aktiv in Routineabläufe und aktuelle Projekte eingebunden.
Schwerpunkt „Bild- und Medienwissenschaft“
Das Schwerpunktstudium „Bild- und Medienwissenschaft“ zielt auf eine theoretisch fundierte Profilierung in den Gebieten Bildmedien und Ästhetik. Untersucht wird die gesamte Bandbreite von der Ur- und Frühgeschichte bis hin zu neuzeitlichen und gegenwärtigen Mediensystemen. Anhand historisch-kritischer und erkenntnistheoretischer Ansätze behandeln die Studierenden fächerübergreifende Fragestellungen. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Lehreinheiten integriert Fachbereiche wie Philosophie, Buchwissenschaft, Theater- und Medienwissenschaft und ermöglicht dadurch eine individuelle Spezialisierung.
Promotionsstudiengang
Ein Studiengang mit der Promotion zum Dr. phil. kann am Institut für Kunstgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg ebenfalls aufgenommen werden.
Voraussetzungen
Die Kunstgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg ist ein Fach ohne Zulassungsbeschränkungen. Daher genügt für die Aufnahme des Bachelorstudiengangs die Allgemeine Hochschulreife, durch die auch die Kenntnis zweier Fremdsprachen nachzuweisen ist.
Den Zugang zum Masterstudiengang Kunstgeschichte ermöglicht sowohl ein Studienabschluss in einem kunsthistorischen als auch in einem wissenschaftlich verwandten Fach. Hierzu zählen zum Beispiel Kunstpädagogik, Freie Kunst, Theater- und Medienwissenschaft, Design oder Architektur. Ist der erste Studienabschluss nicht Kunstgeschichte, sind gegebenenfalls bestimmte Vorkenntnisse nachträglich zu erwerben.
Die Gesamtnote des qualifizierenden Abschlusses sollte mindestens 2,5 betragen. BewerberInnen, deren Abschluss in einer anderen Fachrichtung erfolgt ist oder deren Gesamtnote zwischen 2,51 und 3,0 liegt, haben die Möglichkeit, an einem Auswahlgespräch teilzunehmen. Die zur Zulassung vorausgesetzte Kenntnis zweier Fremdsprachen kann durch das Abiturzeugnis nachgewiesen werden. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Portal „Move In“ unter: http://www.master.uni-erlangen.de
Struktur
- 3 Professuren
- 1 Honorarprofessor
- 2 Außerplanmäßige Professoren
- 1 ½ Assistenzen
- 2 Lehrpersonen für besondere Aufgaben
- 2 wissenschaftliche Mitarbeiter
- Lehrbeauftragte
- 1 Mediengestalterin
- 1 Sekretärin
- 1 wissenschaftliche Hilfskraft
- ca. 10 studentische Hilfskräfte
- ca. 200 Studierende im Haupt- und Nebenfach
- Fachschaft
Profs
- Prof. Dr. Karl Möseneder
- Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks
- Prof. Dr. Hans Dickel
- Prof. Dr. Sibylle Appuhn-Radtke (außerplanmäßige Professorin)
- Prof. Dr. Christian Hecht (außerplanmäßiger Professor)
- Prof. Dr. Vincent Mayr (Honorarprofessor)
- Prof. Dr. Ronald Kecks (Vertretung Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks)
Lehrende
- Dr. Thomas Heyden
- Dr. Bettina Keller
- Dr. Thomas Schauerte
- Dr. Kristin Sinkel
- Dr. Eva Wattolik
- Ingrid Nirschl M.A.
- Anke Schlecht M.A.
- Johanna Ziegler M.A.
Schwerpunkte
Das Studienfach Kunstgeschichte umfasst die abendländische Kunst vom Übergang der Spätantike zum Frühen Christentum bis in die Gegenwart. Die drei am Erlanger Institut bestehenden Professuren decken diese zeitliche Spanne mit Schwerpunkten in den Bereichen Mittelalter, Renaissance, Barock und Moderne ab. Andere Schwerpunkte wie Neue Medien, Fotografie, Film- und Medienkunst, Methodologie und Museologie, die das besondere Profil der Kunstgeschichte am Erlanger Institut ausmachen und sich auch in der Schwerpunktbildung des Masterstudiengangs abzeichnen, kommen hinzu. Traditionell ist eine besondere Ausrichtung auf die deutsche und österreichische, italienische und französische Kunst gegeben. Der Schwerpunkt auf der deutschen Kunst liegt vor allem auch in den herausragenden Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg begründet. Institut und Museum kooperieren über Lehraufträge und Forschungsarbeiten.
Bei der Wahl der Nebenfächer, die aus dem ganzen Spektrum der Philosophischen Fakultäten gewählt werden können, bietet die Universität Erlangen-Nürnberg einige Besonderheiten So ist hier das Fach Buchwissenschaft vertreten und die Theater- und Medienwissenschaft, mit denen die Kunstgeschichte im Department Medienwissenschaften und Kunstgeschichte vereint ist und die das Fach auch im Hinblick auf das angestrebte Berufsziel in verschiedenen Richtungen ergänzen und bereichern.
Projekte
- Interdisziplinäres DFG-Projekt (Ra 410/9-1): „Die ‚Melusine’ des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von ca. 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert. Buch, Text und Bild“
- "Nordeuropäische Zeichnungen der Spätgotik in der Universitätsbibliothek Erlangen" gefördert von der Getty-Foundation, Los Angeles
- Zwischen Dürer und Raffael - Bildserien Nürnberger Kleinmeister in der Graphischen Sammlung der Universitätsbibliothek Erlangen
- Paracelsus und die Bilder. Über Glauben, Magie und Astrologie im Reformationszeitalter
- Edition und Kommentierung von Adalbert Stifters „Schriften zur Kunst“
Ausstattung
Die ca. 19.000 Bände umfassende Bibliothek, die auch Zeitschriften und Jahrbücher laufend bezieht, ist eine Präsenzbibliothek, welche die Ausleihe der Bücher unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Umfassende Ergänzungen bietet darüber hinaus die unweit gelegene Universitätsbibliothek, die in ihrem Altbau zudem eine bedeutende Sammlung von Druckgraphiken (siehe hierzu die Publikationen des Instituts: Kat. Ausst. Zeichnen vor Dürer. Die Zeichnungen des 14. und 15. Jahrhunderts in der Universitätsbibliothek Erlangen. Hrsg. v. Hans Dickel. Petersberg 2009 und Kat. Ausst. Zwischen Dürer und Raffael – Graphikserien Nürnberger Kleinmeister. Hrsg. v. Karl Möseneder. Petersberg 2010). beherbergt. Die Diathek mit etwa 190.000 Diapositiven, die Photothek mit etwa 50.000 Photographien und Abbildungen und die Digitalisierungsabteilung stehen den Studierenden für Ausleihen und Scannbestellungen ebenso zur Verfügung wie „Prometheus“, das digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre.
Studieninfo
Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis finden Sie unter:
Fachberatung
Studienfachberatungen werden durch das wissenschaftliche Personal des Instituts für Kunstgeschichte angeboten. Informationen hierzu können der Homepage entnommen oder im Sekretariat erfragt werden.
Schlossgarten 1
Orangerie
91054 Erlangen
Tel.: 09131/85-29260
Fax: 09131/85-26395
www.kunstgeschichte.uni-erlangen.de/
Geschichte
Das kunsthistorische Seminar der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Bereits kurz nach der universitären Etablierung des Faches im Jahre 1900 wurden die Räumlichkeiten im Ostflügel der Orangerie im Schlossgarten bezogen, die bis heute der Sitz des Institutes sind. Derzeit hat Prof. Dr. Karl Möseneder als Ordinarius das Instituts für Kunstgeschichte inne.












