Call for Papers: Tagung: Mitteldeutsche Totentänze, vom 24. bis 26. April 2013 in Halle (Saale)

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entstanden weit mehr Totentänze, als Forschern und Laien bekannt sind. Altenburg, Bad Frankenhausen, Döbeln, Dresden, Halle und Mauersberg verfügen über monumentale Totentänze aus fünf Jahrhunderten. Sieben davon sind plastisch – so viele wie nirgendwo sonst. Aber auch Malerei und Graphik, Literatur und Musik sowie Choreographien aus Mitteldeutschland verdienen unsere Aufmerksamkeit, zumal viele Arbeiten nur aus der Weltanschauung der Entstehungszeit verständlich werden: Reformation, Revolution, Drittes Reich, sozialistische Agitation und die Reflexion über die deutsch-deutsche Vergangenheit haben die Kunst der Region geprägt. Darstellungen handelnder Toter im öffentlichen Raum legen nahe, dass die Vergänglichkeit dort niemals in Vergessenheit geriet. Doch während die Werke einiger weniger Künstler ununterbrochen im Zentrum des Interesses stehen, werden viele Objekte ignoriert oder nicht mehr verstanden. Die Botschaften verblassen.

Willkommen sind Vortragsangebote sämtlicher akademischer Fächer (allen voran Kunstgeschichte, Volkskunde, Literatur- und Musikwissenschaft) zu Totentänzen in, aus und für Mitteldeutschland. Die Vortragsdauer beträgt 20 Minuten zuzüglich 10 Minuten Zeit zur Diskussion. Anschließend sollen die Beiträge in L’art macabre, dem Jahrbuch der Europäischen Totentanz-Vereinigung, veröffentlicht werden.

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Geschrieben von Redaktion Portal Kunstgeschichte