Johannes Eidt, Wanderer zwischen zwei Welten
Es entstand eine Symbiose aus der europäischen und der japanischen Grafik, die man seinen Arbeiten stets ansieht. Mit der Zeit ist Johannes Eidt dazu übergegangen, die europäische Zentralperspektive zugunsten der asiatischen Parallelperspektive aufzugeben, ohne jedoch den Bildern ihre Tiefe zu nehmen.
Jeder Raum des Kreuzganges der Kunsthalle zeigt eine andere Schaffensphase. Beispielsweise gibt es eine grau-grüne Bremerhavener Phase. Die einzelnen Phasen unterscheiden sich in ihrer Farbigkeit, Motivik und Technik. Wichtig ist Eidt dabei immer die Akribie und die „Ernsthaftigkeit bei der Arbeit“, die ihn sein japanischer Professor gelehrt hat. Mit größter Sorgfalt und handwerklicher Präzision erarbeitet er seine Lithografien, Collagen und Handsiebdrucke, deren Motive jedoch nicht die Ernsthaftigkeit, sondern oftmals eine fröhliche Leichtigkeit zeigen. Einzelne Bildteile fügen sich locker aneinander, staffeln sich hintereinander und ergeben durch ihre genau ausgelotete Farbgebung ein wunderbar atmosphärisches Miteinander.
Die über 200 Grafiken und einige Keramiken von Johannes Eidt können noch bis zum 08. April 2007 in der Kunsthalle Dominikanerkirche in Augenschein genommen werden. Am besten auf die japanische Art: Aus geringem Abstand zum Werk jedes Detail studieren und die Präzision des dahinter stehenden Arbeitsablaufes bewundern!
Öffnungszeiten
dienstags- freitags 11 – 18 Uhr
samstags/sonntags 10 – 18 Uhr
Geschlossen am 19.01.2007)