Museums and Games
Im New Yorker Museum of Modern Art gehören Spieleklassiker wie Pac-Man und Tetris seit 2012 zum Sammlungsbestand. Letztes Jahr stellte das Londoner Victoria & Albert Museum eine eigene Game-Designerin ein. Anfang September 2014 präsentierte sie ihr erstes Projekt »Strawberry Thief« mit dem man ein Textilmuster des Engländers William Morris erkunden kann. Das New Yorker Metropolitan Museum of Art klärt Jung wie Alt in einem Multiple-Choice-Quiz »Which Greek Hero are you?« nicht nur über die griechische Mythologie auf, sondern beantwortet auch die Frage, welchem antiken Helden man entsprechen würde. Und mit dem ABC-Spiel des Frankfurter Städels kann man die hauseigene Sammlung kennenlernen. Mit dem Klick auf einen Buchstaben, z.B. »F«, werden Objekte rund um den Begriff »Fenster« angezeigt.
Es ist bisher unerforscht, inwiefern die Spieler dabei tatsächlich etwas über Kunst oder unsere Kulturgeschichte lernen. Georgina Goodlander vom Smithsonian’s Luce Foundation Center sagte im National Public Radio, dass es vor allem darum gehe, Kunstmuseen bei Teenagern als etwas Positives darzustellen. Doch die Spiele können noch mehr. Solche, wie das von einem Team aus Kunsthistorikern, Linguisten und Informatikern von der Ludwigs-Maximilian-Universität München entwickelte »ARTigo«, bei denen Kunstwerke mit Schlagworten versehen werden, können zudem die Datenbankarbeit im Museum erleichtern.
Noch ist die digitale Zukunft ungewiss. Fest steht jedoch, dass Museen und Computerspiele eine wichtige Rolle in der Wissensvermittlung spielen werden. Es wird nicht mehr reichen, einfach nur eine Sammlung zu horten und auszustellen oder eine klassische Führung anzubieten.