Studienliteratur Kunstgeschichte
Nachschlagewerke
- Ernst H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst, Phaidon: Das Grundlagenwerk ist ein absolutes Must-have für jeden Studenten der Kunstwissenschaft. Es war Gombrichs erklärte Absicht, mit seinem Buch »dem Neuling in dem Gebiet der Kunst zu helfen, sich erst ein wenig zurechtzufinden, damit er dann mit größerem Nutzen zur Fachliteratur greifen kann, in der es von Namen und Jahreszahlen zu wimmeln pflegt«.
- Ulrich Pfisterer (Hg.): Metzler Lexikon Kunstwissenschaft: Ideen, Methoden, Begriffe: Die Autoren erläutern Begriffe und Theorien und geben darüber hinaus historische Abrisse, die zentrale Entwicklungsstränge aufzeigen.
- Wörterbuch der Architektur, Reclam: Das Wörterbuch bietet Worterklärungen und Begriffsdefinitionen aus der Fachsprache der Architekten und Kunsthistoriker. Das Sachwörterbuch konzentriert sich auf die gängigsten, zum großen Teil durch Zeichnungen und Abbildungen veranschaulichten historisch verankerten Begriffe von Bauten, Bauteilen, -formen, -ornamenten, -techniken und -materialien aus der europäischen Baukunst seit der Antike.
- Wilfried Koch: Baustilkunde, Prestel: Der Klassiker zur europäischen Baukunst. Seit Jahren ist dieses Standardwerk zur europäischen Baukunst DAS Nachschlagewerk zum Thema Baustilkunde.
- Hildegard Kretschmer: Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, Reclam: Aufgenommen sind Begriffe der christlichen wie der klassischen profanen Ikonografie, religiöse Themen sowie Figuren und Zeichen der antiken Mythologie, Natur-, Tier- und Pflanzensymbole sowie über Jahrhunderte tradierte Sinnbilder. Genannt werden die wichtigen Textquellen sowie prominente Beispiele ihrer Darstellung in der Kunst. Ein Register der Heiligen, Götter und Personifikationen ermöglicht einen direkten Zugriff auf deren Attribute und Symbole.
- Ulrich Pfisterer (Hg.): Klassiker der Kunstgeschichte, 2 Bde., C.H. Beck: Von Johann Joachim Winckelmann, dem Begründer der modernen Kunstgeschichte, über Jacob Burckhardt, Aby Warburg und Erwin Panofsky bis zu den großen Kunsthistorikern der Nachkriegszeit stellen die zwei Bände Leben, Werk und Wirkung der einflussreichsten Kunsthistoriker vor. Ein weiteres, unbedingtes Must-have.
- Gustav Frank/Barbara Lange: Einführung in die Bildwissenschaft, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt: Eine Einführung in das Studium der Bilder. Es bündelt geschickt die unterschiedlichen Diskussions- und Forschungsfelder und liefern so eine breite Grundlage für die Analyse der visuellen Kulturen.
Genres
- Norbert Schneider: Geschichte der Landschaftsmalerei. Vom Spätmittelalter bis zur Romantik, Primus: Neben einem historischen Abriss zur Entwicklung der Landschaftsmalerei verdeutlicht die Publikation in exemplarischen Einzelanalysen die ästhetischen, politischen und sozialen Aspekte dieser wichtigen Gattung der europäischen Malerei.
- Bernhard Maaz: Skulptur in Deutschland. Zwischen Französischer Revolution und erstem Weltkrieg, 2 Bde., Deutscher Kunstverlag: Neben nach Gattungen und historischen Schwerpunkten gegliederten Darstellungen zur Entwicklungsgeschichte der Skulptur bietet das Buch eine Zusammenstellung von zahlreichen Bildhauerbriefen, die hier meist erstmals veröffentlicht werden, sowie ein Lexikon von Fachbegriffen und ein Verzeichnis aller damals für Bronze- und Zinkguss tätigen Gießer und Ziseleure.
- Norbert Schneider: Historienmalerei. Vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert, Böhlau: In einem anschaulichen Überblick stellt der Autor zunächst all die Varianten der Historienmalerei vor und zeigt dann an repräsentativen Beispielen vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert das breite Spektrum an ikonografischen Motiven und künstlerischen Interpretationen.
Mittelalter
- Wolfgang Metternich: Teufel, Geister und Dämonen. Das Unheimliche in der Kunst des Mittelalters, Primus: Monster und Dämonen bevölkern Kathedralen und Klöster. Teufel und Bestien treiben ihr Unwesen in illuminierten Handschriften. Die dunkle und unheimliche Seite des Mittelalters hat uns eine faszinierende Bilderwelt hinterlassen. Dieser üppig bebilderte Band entschlüsselt ihre rätselhafte Botschaft.
- Christine Jakobi-Mirwald: Das mittelalterliche Buch. Funktion und Ausstattung, Reclam: Die Autorin führt in die vielfältige Buchproduktion ‚vor‘ Gutenberg ein: Sie erklärt die unterschiedlichen Buchtypen und ihre Funktionen, erläutert Aufbau und Herstellung, beleuchtet die zeitgenössische Rezeption und gibt einen Abriss über die Geschichte der Buchmalerei.
- Justin Kroesen: Seitenaltäre in mittelalterlichen Kirchen. Standort-Raum-Liturgie, Verlag Schnell + Steiner: Einführung in die Bedeutung der Seitenaltäre als zentraler Bestandteil der mittelalterlichen Kirchenausstattung
Neuzeit
- Christian Vöhringer (Hg.): Kunstliteratur der Neuzeit. Eine kommentierte Anthologie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt: Dieses Werk stellt anhand von Originaltexten (in deutscher Sprache oder deutscher Übersetzung) Geschichte und Theorie der Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart vor. Jede Quelle wird von einem ausführlichen Kommentar erschlossen.
- Anne-Marie Bonnet/Gabriele Kopp-Schmidt: Die Malerei der Deutschen Renaissance, Schirmer/Mosel: Im Buch werden von Albrecht Dürer bis zu Hans Holbein die bedeutendsten deutschen Maler der Renaissance vorgestellt, und in insgesamt sechs kurzen, aber sehr luziden Aufsätzen wird die Forschung zusammengefasst und es werden ausgewählte Probleme dieser Epoche beleuchtet.
- Keith Christiansen/Stefan Weppelmann (Hg.): Gesichter der Renaissance. Meisterwerke italienischer Portrait-Kunst, Ausstellungskatalog, Hirmer: Der Katalog zur großen Schau vereint die ausgestellten Gemälde in Buchform und vermittelt umfassendes Hintergrundwissen zur Entwicklung des italienischen Portraits im 15. Jahrhundert.
- Claudia Fritzsche: Der Betrachter im Stillleben. Raumerfahrung und Erzählstrukturen in der niederländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts, VDG: Die Arbeit untersucht jene Raumgebilde, die im Zusammenspiel von Bildraum und Betrachterraum entstehen sowie die Frage, wie Stillleben Erzählungen aufbauen. Dabei greift sie unter anderem auf zeitgenössische Diskussionen um Raumvorstellungen zurück, setzt sich mit den toneelwetten mit den damals gültigen Regeln für den Aufbau von Dramen auseinander und wertet umfangreiches Quellenmaterial zur Wohnkultur aus.
Moderne
- Niklas Maas/Julia Voss: Anti-Mnemosyne: Aby Warburg, Neuroästhetik und die Abschaffung der Kunstgeschichte, Merve: Der Essay von Niklas Maak und Julia Voss vollzieht die Rezeptionsgeschichte Warburgs en détail nach. Sie eröffnen eine kunsthistorische Grundsatzdebatte über Warburgs Methode des Mnemosyne-Atlas, Bildmotive epochenübergreifend auf ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede hin zu befragen.
- Valérie Hammerbacher: Jenseits der Fotografie. Arrangement, Tableau und Schilderung – Bildstrategien in den Arbeiten von Jeff Wall, VDG: Was ist ein Bild? In welchem Referenzrahmen lassen sich fotografische Inszenierungen verhandeln? Und wie prägt sich in der jüngsten Kunstgeschichte eine Bilddefinition aus, die nicht mit Diskursen der klassischen Fotografie zu fassen ist? Diese Fragen werden anhand der Arbeiten des kanadischen Künstlers Jeff Wall diskutiert.
Eine umfangreiche Literaturliste Kunstgeschichte gibt es hier zum Download.