Tucher-Fellowship am Germanischen National­muse­um Nürnberg 2016

Die Tucher’sche Kulturstiftung und das Germanische Nationalmuseum vergeben alle zwei Jahre ein Stipendium an eine Doktorandin/einen Doktoranden für ein For­schungs­vor­haben, das sich mit einem Thema der deutschen Kulturgeschichte be­schäf­tigt und nach Möglichkeit mit Beständen verknüpft ist, die einen Bezug zur Pa­tri­zierfamilie von Tucher haben. Bewerbungen aus dem Ausland werden bevorzugt be­rücksichtigt.

Das Stipendium wird mit einem monatlichen Festbetrag von 1.200,– € finanziert und ermöglicht ei­nen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt am Germanischen Natio­nal­museum. Frühester möglicher Beginn ist der 01.10.2016.

Die Stipendiatin/der Stipendiat wird während ihres/seines Forschungsaufenthaltes am Germanischen Nationalmuseum (GNM) vom wissenschaftlichen Personal unterstützt. Sie/er hat freien Zugang zu den Einrichtungen des Museums und ist zur Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen einge­laden. Die Stipendiatin/der Stipendiat wird in die am Germanischen Nationalmuseum durchgeführte allgemeine Volontariats­aus­bildung einbezogen. Von der Stipendiatin/vom Stipendiaten wird erwartet, dass sie/er ihre/seine Forschungserkenntnisse am Germanischen Nationalmuseum präsentiert sowie einen Abschlussbericht auch vor ausgewähl­tem Publikum und ggf. der Presse bei der Tucher’schen Kulturstiftung präsentiert. Außerdem erklärt sie/er sich bereit, einen Abschlussbericht und jeweils ein Belegexemplar der Dissertation in Papier- oder elektronischer Form dem Germanischen Nationalmuseum und der Tucher’schen Kulturstiftung zur Verfügung zu stellen. Diese dürfen die Arbeiten der Öffentlichkeit auch online zugänglich ma­chen.

Die Bewilligung des Stipendiums kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Angaben in den An­tragsunterlagen nicht korrekt sind oder die eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten wer­den. Wird der Abschlussbericht nicht oder nicht fristgerecht vorge­legt, können Teilbeträge des Sti­pendiums einbehalten oder zurückgefordert werden.

Ein Reisekostenzuschuss kann bei der Tucher’schen Kulturstiftung beantragt werden.
Für ausländische und aus dem Ausland anreisende Stipendiatinnen/Stipen­diaten muss eine Kranken­versicherung bestehen, die eventuell anfallende Behand­lungs­kos­ten in der Bundesrepublik Deutsch­land trägt. Vor Antritt des Stipendiums ist ein ent­spre­chender Nachweis vorzulegen. Ohne Versiche­rungsschutz kann das Stipendium nicht angetreten werden.

Nach den derzeit geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen ist das Stipendium we­der einkom­menssteuer- noch rentenversicherungspflichtig.

Eine Aufenthaltserlaubnis/Niederlassungserlaubnis muss von der Stipendiatin/dem Stipendiat selbst beantragt werden. Zuständig ist das Einwohneramt der Stadt Nürn­berg. (Kontakt: Einwohneramt, Hirschelgasse 32, 90403 Nürnberg, Tel.: 0911/231-4700)

Voraussetzung für eine Bewerbung sind ein abgeschlossenes Studium mit sehr guten Noten und Deutschkenntnisse.
Erforderliche Unterlagen:

Abstract des Forschungsvorhabens (10-15 Zeilen), das im Falle der Bewilligung des Stipendiums auf der Homepage des GNM veröffentlicht werden kann.
Kurzdarstellung des Forschungsvorhabens (3 Seiten), das das eigene For­schungs­interesse erklärt, die aktuelle Forschungssituation skizziert, die eigenen Vorarbeiten darstellt und die spezifische Förde­rung des eigenen Forschungs­pro­jekts durch den Aufenthalt am GNM erläutert.
Tabellarischer Lebenslauf, Publikationsliste, Zeugnisse
2 Empfehlungsschreiben

Bewerbungen senden Sie bitte mit den erbetenen Unterlagen postalisch oder per E-Mail (in einer PDF-Datei zusammengefasst) bis zum 30.06.2016 an die folgende Anschrift:
Germanisches Nationalmuseum Personalabteilung
Kornmarkt 1
90402 Nürnberg Deutschland
E-Mail: r.wolkersdorfer(at)gnm.de

Die Entscheidung über die Vergabe liegt bei der Tucher’schen Kulturstiftung und dem Germanischen Nationalmuseum. Ein Rechtsanspruch auf ein Stipendium besteht nicht.

Ansprechpartner:
Bei Forschungsfragen: Herr Dr. Daniel Hess (d.hess(at)gnm.de)
Bei administrativen Fragen: Frau Rita Wolkersdorfer (r.wolkersdorfer(at)gnm.de)

Geschrieben von Redaktion Portal Kunstgeschichte